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Fachpublikationen

BEST PRACTICES FOR IMPLEMENTING BIOTOPE NETWORKS IN HIGHLY FRAGMENTED LANDSCAPES:

THE SAFETY NET FOR THE EUROPEAN WILDCAT

Burkhard Vogel, Ph.D. (++49 361 555 03 12, burkhard.vogel@bund.net), Managing Director, BUND Thuringia, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailbund.thueringen(at)bund.net
Thomas Mölich (++49 36254 879250, thomas.moelich@bund.net), Project Manager. BUND Thuringia, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailbund.thueringen(at)bund.net

Published in: Proceedings of the 2013 International Conference on Ecology and Transportation (ICOET 2013)

ABSTRACT
The fragmentation of landscapes belongs to the major causes for the ongoing loss of biodiversity worldwide. Remaining habitats have become isolated patches within intensively used cultural landscapes for many species. One of those species is the European wildcat Felis silvestris silvestris SCHR. The original range of the European wildcat once covered forests allover central and southern Europe. Today, wildcat distribution is heavily scattered due to former human persecution and habitat fragmentation in Europe and especially in Germany.
To counteract this process, the environmental NGO BUND (Friends of the Earth Germany) initiated a comprehensive project on biotope networking called “The Safety Net for the European Wildcat” in 2004. The ambitious aim of the project is to establish a continuous forest network of 20,000 kilometers length. Scientific basis of the project is the wildcat routing map. It was calculated by combining the outcomes of a comprehensive habitat model with a cost-distance-analysis in order to identify optimal connection routes between forests occupied by wildcats and suitable wildcat habitats. Result of this procedure is a map which shows potential migration corridors between all relevant forests throughout Germany. Although the wildcat is the target species of the initiative, many other species benefit, thereby improving the health of entire forest ecosystems.
The implementation of this corridor implicates a high potential for conflicts with land-use owners due to the high competition for land by further infrastructural development, agriculture and nature conservation. In order to raise public awareness and gain support for biotope networking the BUND ran an accompanying publicity campaign from 2010 to 2012. Stakeholder dialogues and public relations were major parts of the campaign, which was funded by the EU (LIFE+). The case example of the first corridor implemented in the framework of the wildcat project shows how potential conflicts can be dissolved: This corridor was planted in 2007 in order to reconnect the Hainich National Park, which is inhabited by a stable wildcat population, with the Thuringian Forest, where wildcats are still rare. Intensively used agricultural land and a highway are major barriers for wildlife migration between the two forests. When this highway was relocated the chance arose to implement a wildcat corridor in the area. As a result of a long-lasting, but successful process of dialogue between authorities, local farmers and the BUND compensational measures were bundled within an area suitable for a wildcat corridor. Already in 2012 the first wildcats were proven to use the corridor. Two other corridors in Rhineland-Palatinate and Lower Saxony followed.
With funding from the German federal administration BUND will implement six new wildcat corridors within the next two years in order to push forward the establishment of a functional network of forests. Furthermore, an open database with wildcat DNA samples from ten monitoring regions throughout Germany will be established. Since the reconnection of European forests is a truly international task, BUND has a strong interest in initiating international collaborations for biotope networking for the long term.


Leitet Herunterladen der Datei einDer Wildkatzenwegeplan

Ein strategisches Instrument des Naturschutz

Von Burkhard Vogel, Thomas Mölich und Nina Klar

erschienen in: Naturschutz und Landschaftsplanung 41, (11), 2009

Landschaftsfragmentierung ist weltweit eine Hauptursache für den Verlust biologischer Vielfalt. In Deutschland sind vor allem Waldlebensräume durch die zunehmende Intensivierung der Landnutzung betroffen. Für viele Waldarten werden Wälder zu Lebensrauminseln in einer immer intensiver genutzten Kulturlandschaft. Um diesem Prozess entgegen zu wirken, hat der BUND den Wildkatzenwegeplan als Fachplanung für die deutschlandweite Vernetzung von Waldlebensräumen für die Zielart Wildkatze entwickelt. Mit einem Habitatmodell für die Wildkatze wurden alle potenziellen Wildkatzenlebensräume in Deutschland mit einer Fläche von mehr als 500km2 rechnerisch ermittelt. Anschließend wurden durch die Kombination des Habitatmodells mit einer Cost-Distance- Analyse die günstigsten Verbindungskorridore zwischen allen derzeit besiedelten Wildkatzengebieten und den potenziellen Lebensräumen in Deutschland berechnet. Das Ergebnis ist eine Karte vernetzter Wildkatzenlebensräume in Deutschland mit einer Gesamtlänge aller Korridore von ca. 20 000 km. Die Relevanz der vorgeschlagenen Korridore für die Ausbreitung der Wildkatze wird durch die statistische Häufung von Totfunden entlang potenzieller Korridorachsen bestätigt. Die wissenschaftlich ermittelte Fachplanung ist im Internet unter www.wildkatzenwegeplan. de interaktiv verfügbar. Sie gibt Verantwortlichen bei Bund, Ländern und Kommunen die Möglichkeit, ihre Planungen in eine abgestimmte Strategie zu integrieren, welche die Vernetzung von Waldlebensräumen in Deutschland zum Ziel hat.

 

 


GIS-gestützte Analyse möglicher Wanderrouten für die Wildkatze (Felis silvestris) zwischen Hainich, Fahnerscher Höhe und Ohrdrufer Platte

Kurzfassung:

Für die Europäische Wildkatze stellt die steigende Verkleinerung und Fragmentierung von Wäldern eine akute Bedrohung ihres Lebensraumes und somit ihres Überlebens dar. Um das Überleben der existierenden Wildkatzenpopulation im Nationalpark Hainich dennoch langfristig zu sichern, fordert der BUND Thüringen einen Biotopverbundkorridor zwischen Nationalpark Hainich und Thüringer Wald. Im Waldstück der Fahnerschen Höhe konnte im Oktober 2010 trotz seiner isolierten Lage östlich des Hainich der genetische Nachweis einer Wildkatze erbracht werden. Dies unterstreicht dessen große Bedeutung als potentielles Trittstein-Habitat zwischen dem Hainich und der Ohrdrufer Platte, welche in enger Verbindung mit dem Thüringer Wald steht. In der vorliegenden Untersuchung wurden mögliche Migrationsrouten der Wildkatze vom Hainich über die Fahnersche Höhe hin zur Ohrdrufer Platte unter Anwendung eines GIS-basierten Landschaftsmodells errechnet. Die Methode der Pfade minimaler Kosten auf Basis von Widerstandswerten innerhalb des Landschaftsmodells ermöglichte die Selektion der wahrscheinlichsten Migrationsroute. Trotz Variantion der Widerstandswerte konnte zwischen Hainich und Fahnerscher Höhe ein konsistenter Routenverlauf errechnet werden. Zwischen Fahnerscher Höhe und Ohrdrufer Platte wurden hingegen verschiedene Routenverläufe ermittelt, was auf eine höhere Zersiedelung der Landschaft in diesem Gebiet zurückzuführen ist.

Heinze, E.; F. Prochaska, T.Mölich & R. Bellstedt (2011): GIS-gestützte Analyse möglicher Wanderrouten für die Wildkatze (Felis silvestris) zwischen Hainich, Fahnersche Höhe und Ohrdrufer Platte. in Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (2011): Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen. 48. Jahrgang. Heft 2. S. 60 - 69. Jena

Das Heft kann über die TLUG Jena bezogen werden:

www.tlug-jena.de

Mail: Poststelle(at)TLUG.Thueringen.de

 


Tagungsband "Kleine Katzen - Große Räume"

Die Naturschutz-Akademie Hessen, der BUND Landesverband Hessen e.V. und das Institut für Tierökologie und Naturbildung hatten im Herbst 2005 zu der oben genannten Tagung in Fulda geladen.

Der Tagungsband bietet eine ausgezeichnete Grundlage zur Geschichte der Wildkatzenverbreitung, zu ihrer Biologie, aktuellen wildbiologischen Methoden zu ihrer Erforschung, der Verbreitung und der Entwicklung von Schutzkonzepten und Konzepten für den Biotopverbund. Am Beispiel der Zusammenarbeit von Hessen, Thüringen und Bayern wird eine erfolgreiche Kooperation von ehrenamtlichem und amtlichem Naturschutz vorgestellt. Der Tagungsband enthält alle gehaltenen Vorträge und darüber hinaus zusätzliche Beiträge über Wildkatzen.

Naturschutz-Akademie Hessen, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Institut für Tierökologie und Naturbildung (Hrsg.) 2006: Kleine Katzen – große Räume. Tagungsband zur Wildkatzentagung in Fulda am 11.11.2005, NAH-Akademie-Berichte, Wetzlar, NZH-Verlag, 116 Seiten, Braschner, DINA5, ISBN-10, 3-926871-52-0.

 


Lebensräume schaffen! Wie der Brückenschlag für die Wildkatze gelang

Der Band zur international besetzten Tagung

"Lebensraumkorridore im vorhandenen und zu erweiternden Verkehrsnetz" (Hannover 2006) ist jetzt unter dem Titel

Leitet Herunterladen der Datei ein"Lebensräume schaffen. Artenschutz im Verkehrsnetz" (Hrsg. Heike Leitschuh-Fecht, Peter Holm) 

'Umwelt und Verkehr' Band 5, ISBN-103-258-07138-107138-1 erschienen. 

Eine PDF-Version des Artikels "Wie ein Brückenschlag für die Wildkatze gelang" von Thomas Mölich und Dr. Burkhard Vogel kannLeitet Herunterladen der Datei ein hier herunter geladen werden.


Die Wildkatze - Zurück auf leisen Pfoten

Herbert Grabe/Günther Worel (Hrsg.)

Autoren: Huber Weinzierl, Rudolf Piechocki, Marianne Hartmann-Furter, Thomas Mölich, Johannes Dieberger, Frank Raimer, Günther Worel, Thomas Nabulon, Helmut Pechlaner, Mit einem Vorwort von Heinz Sielmann, 112 S., 63 Farbbilder, € 24,90.-ISBN Nr. 3-924350-817. 

Zu beziehen über den Buchhandel.


Die Wildkatze und ihre Wiedereinbürgerung in Bayern

Eine Zwischenbilanz

Wiesenfeldener Reihe Nr. 8, 1991

Diese Dokumentation können Sie im Servicebereich der Internetseite der Bund Naturschutz Bildungswerke bestellen.

www.bn-bildungswerk.de


Die Wildkatze in Thüringen

Herausgeber: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie
Autoren: Thomas Mölich und Siegfried Klaus

Das Sonderheft "Die Wildkatze in Thüringen" ist 2003 in der Reihe "Naturschutz und Landschaftspflege" der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie erschienen.

Basis für das Sonderheft sind die Ergebnisse des "Artenschutzproramms für die Wildkatze", das zwischen 1996 und 1999 in Thüringen durchgeführt wurde.

Das Heft kann bei der TLUG Jena bestellt werden.

Bezugsadresse:

TLUG
Prüssingstr. 25
07745 Jena
Tel: 03641-684103
Fax: 03641-684222
email: tlug.post@tlugjena.thueringen.de
www.tlug-jena.de

40. Jahrgang, Heft 4, 2003, ISSn 0323-8253