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Presse Rettungsnetz Wildkatze

Ergänzend zu den aktuellen Pressemitteilungen zum Rettungsnetz Wildkatze können Sie hier alle Presseveröffentlichungen der vorangegangenen Jahre einsehen.

Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2010    Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2009    Öffnet internen Link im aktuellen Fenster2008

Bildung für die Katz – Das Bildungspaket des BUND zu Wildkatze und Waldverbund

Erfurt, Hütscheroda, 14.11.2011. Der BUND Thüringen hat heute sein neues Projekt „Bildung für die Katz“ vorgestellt. Unter diesem Titel hat der BUND ein umfangreiches Bildungspaket für die inner- außerschulische Umweltbildung zu den Themen Waldbiotopverbund und Wildkatze geschnürt. Zu dem Paket gehört auch eine Wildkatzenkiste, welche der BUND Thüringen an Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR) und Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) übergeben hat.
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Thüringer Grundschüler helfen beim Schutz der Wildkatze im Elstertal

Greiz, 15.04.2011. In der Freien Schule Elstertal fand heute die Auftaktveranstaltung zu einem Grundschulprojekt der besonderen Art statt. Mit Hilfe von automatischen Kameras, „Fotofallen“ genannt, sollen die Kinder den Wildkatzen im Elstertal auf die Schliche kommen. „Über die Verbreitung der Wildkatze in diesem Teil Thüringens ist noch wenig bekannt –  die Kinder helfen uns und der Naturschutzbehörde, da Licht ins Dunkel zu bringen“, sagte Thomas Mölich, Leiter des BUND Projekts „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“. Initiatoren des Projekts sind der BUND Thüringen und das Umweltamt des Landkreises Greiz. Die Behörde hatte 2008 mit Unterstützung des BUND Thüringen erstmals frei lebende Wildkatzen im Elstertal nachweisen können.

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BUND startet einen Namenswettbewerb für sein neues Wildkatzen-Maskottchen

Erfurt / Berlin, 04.04.2011. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sucht einen Namen für sein Wildkatzen-Maskottchen. Bis zum 14. April können große und kleine Wildkatzenfreunde ihre Vorschläge unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bund.net/biotopvernetzung einreichen. Leitet Herunterladen der Datei einmehr...

Info Modul zur Wildkatze im „Urwald –Life –Camp“ eingeweiht

Mihla, 22.03.2011. Zusammen mit der Nationalparkverwaltung Hainich stellt der BUND heute in der Jugendherberge „Urwald Life Camp“ auf dem Harsberg bei Lauterbach ein buntes Informationsmodul aus Glas vor. Besucher und Gäste der Jugendherberge können sich dort nun über die heimliche Bewohnerin des Nationalparks Hainich – die Wildkatze – informieren. Leitet Herunterladen der Datei einmehr...

Info-Modul zur Wildkatze

Bad Frankenhausen, 16.02.2011. Gemeinsam mit der Naturparkverwaltung Kyffhäuser stellt der BUND Thüringen im Regionalmuseum Bad Frankenhausen heute sein buntes Informationsmodul aus Glas zum Thema "Wildkatze" vor, das dort ab heute in der naturkundlichen Abteilung zu sehen ist. mehr...

Pressemitteilungen 2010

Running Wild setzt deutliches Zeichen gegen Zerschneidung in Deutschland

Erfurt/Mihla, 09.08.2010. 255 Teilnehmer setzen bei „Running Wild – Der Lebenslauf für die Wildkatze“ am Sonntag in Mihla ein eindrucksvolles Zeichen gegen die Zerschneidung von Lebensräumen in Deutschland. mehr...

20.000 km Biotopverbund: Running Wild – Der Lebenslauf für die Wildkatze startet am Sonntag in Mihla

Erfurt, 03.08.2010. Am 08. August 2010 ist es soweit: der BUND Thüringen und der Sportverein Mihla laden ein zu „Running Wild – Der Lebenslauf für die Wildkatze“. mehr...

Die „Wildkatzenklasse“ der Regelschule Mihla gewinnt 2. Preis bei Wettbewerb zur biologischen Vielfalt

Mihla, 21.04.2010. Für den zweiten Preis im Wettbewerb „Entdecke die Vielfalt“ hat die Klasse 9b der Regelschule heute ihre Gewinnerurkunde erhalten. Bei dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgerichteten Wettbewerb wurden 86 Beiträge in den beiden Altersgruppen der Zehn- bis Zwölfjährigen und der 13- bis 16-Jährigen eingereicht. mehr...

Pressemitteilungen 2009 und 2008

BUND zieht Bilanz im Rettungsnetz Wildkatze

Erfurt/Eisenach, 30. November 2009. Hubert Weiger: Deutschland braucht einen Vernetzungsplan für den Wald
Im Rahmen einer bundesweiten Expertenkonferenz hat der BUND heute Bilanz gezogen im Dreiländer-Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“.
Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt mit gut 1 Mio. Euro über fünfeinhalb Jahre geförderte Projekt läuft zum Jahresende aus.
Über 100 Experten aus der gesamten Bundesrepublik nahmen an der Veranstaltung teil.
„Deutschland braucht einen Vernetzungsplan für den Wald“, forderte Prof. Dr. Weiger, Bundesvorsitzender des BUND als Fazit des Projektes. „Arten wie die Wildkatze haben in Deutschland keine Chance zu überleben, wenn es nicht gelingt, ihre Lebensräume zu vernetzen.“ Der ursprünglich in Deutschland vorherrschende Rotbuchenwald bedecke heute nur noch 8% der Landesfläche, so Weiger weiter. Naturnahe Waldgebiete über 100 Quadratkilometer ohne gravierende Zerschneidung gebe es in Deutschland nicht mehr.
Für Thomas Mölich, Projektleiter im Rettungsnetz Wildkatze, gehört der Brückenschlag vom Nationalpark Hainich zum Naturpark Thüringer Wald zu den wichtigsten Ergebnissen im Projekt. „Damit konnte eine zentrale Lücke in einem großräumigen Waldverbund geschlossen worden, der vom Harz über den Hainich und die Rhön bis Bayern reicht.
Mölich hob außerdem hervor, dass es gelungen sei, eine sanfte Methode zu etablieren, um Wildkatzen nachzuweisen und ihre Wanderungsbewegungen zu verfolgen. Durch in freier Wildbahn ausgebrachte Lockstöcke könnten Haare der Katzen gesammelt und anschließend im Labor genetisch analysiert werden. In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Senckenberg seien mit dieser Methode mehr als 1.000 Proben vor allem in Bayern, Hessen und Thüringen untersucht worden. Unter anderem habe sich bestätigt, dass bereits eine genetische Trennung von Wildkatzenvorkommen in Mitteldeutschland und den Vorkommen in Westdeutschland existiere. Außerdem sei mit dieser Methode der Neunachweis von Wildkatzen u.a. im Schwarzwald, im Fichtelgebirge und in der Rhön gelungen.
Mit dem Wildkatzenwegeplan habe man eine Fachplanung erarbeitet, um bundesweit Wildkatzenwälder miteinander zu vernetzen. „Damit stehen wir am Ende des Projektes vor einer neuen Herausforderung“, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Der Wildkatzenwegeplan ist ein Netz grüner Korridore über 20.000 km. Es ist das größte Naturschutzvorhaben Mitteleuropas“. Der Plan zeige, wo Waldlebensräume wieder vernetzt werden müssten, damit sich Wildkatzen und andere Arten ungehindert ausbreiten könnten. Inzwischen beteiligen sich nach Angaben des BUND bereits neun Landesverbände an der Umsetzung des Wildkatzenwegeplanes.
Im Rahmen der Konferenz wurden auch andere Fachplanungen zum Biotopverbund wie der der „Bundeswildwegeplan“ des NABU, der Generalwildwegeplan des Landes Baden-Württemberg und das Biotopverbundkonzept „Lebensraumkorridore“ des Bundesamtes für Naturschutz präsentiert.
Die mehr als 100 Teilnehmer der Konferenz forderten gemeinsam Bund und Länder dazu auf, umgehend einen Maßnahmenplan zu verabschieden, der die Wiedervernetzung von Waldlebensräumen in Deutschland zum Ziel hat.

BUND startet Kampagne für in Deutschland bedrohte Wildkatzen

Berlin, 13. Februar 2008. Mit Großplakaten und Anzeigen in überregionalen Zeitungen startete der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute seine bisher größte Artenschutzkampagne. Sie wirbt für den Schutz der letzten überlebenden Wildkatzen in den heimischen Wäldern. Mit Slogans wie „Man sagt, Katzen haben sieben Leben. Mit viel Glück hat die Wildkatze eines" machen die Naturschützer darauf aufmerksam, dass die wild lebende Verwandte der Hauskatze zu den besonders gefährdeten Tierarten gehört. Um die Lücken zwischen Waldgebieten mit voneinander isolierten Wildkatzenpopulationen zu schließen, will der BUND mithilfe der in der Kampagne eingeworbenen Spenden ein von Büschen und Bäumen bewachsenes Wegenetz einrichten. Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND: „Viele Tiere in unseren Wäldern gehören zu den bedrohten Arten. Durch Flächenfraß und ungebremsten Neubau von Straßen wird ihr ohnehin eingeengter Lebensraum immer weiter zerschnitten. Das Wandern der Tiere zwischen den voneinander getrennten Wäldern ist kaum noch möglich. Zusammen mit Kommunen, Naturschutzbehörden und den Agrarverwaltungen der Länder wollen wir ein grünes Korridornetzwerk mit einer Gesamtlänge von rund 20000 Kilometern einrichten und so nicht nur den Wildkatzen das Überleben sichern." Noch vor weniger als 200 Jahren waren Wildkatzen in ganz Deutschland verbreitet. Heute leben hierzulande nur noch 3000 bis 5000 Tiere vor allem im Pfälzer Wald, im Harz, im Nationalpark Hainich und im Spessart. Da sie auf ausreichende Deckung achten, meiden sie ausgeräumte, landwirtschaftlich genutzte Flächen. Durch ihre zunehmende Isolierung droht Inzucht und der Verlust ihrer genetischen Vielfalt. Nicht wenige Tiere werden zudem Opfer des Straßenverkehrs. Auch andere Waldbewohner wie Dachse, Baummarder und viele gefährdete Vogel- und Schmetterlingsarten sind durch die Zerschneidung der Waldgebiete beeinträchtigt. Eine bessere Verknüpfung der Wälder durch grüne Korridore wäre für alle Arten ein großer Gewinn. Um den Wildkatzen im Nationalpark Hainich eine Wiederansiedlung im Thüringer Wald zu ermöglichen, wurden im letzten Herbst bereits tausende Bäume gepflanzt. Weitere Wildkorridore sind u. a. vom Hainich zum Harz und vom französischen Grenzgebiet über das Oberrheintal zum Schwarzwald geplant.

Pressekontakt: Mark Hörstermann, Tel. 030-27586 -475, Mobil 0172-452 29 50 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586 -425/489, Fax: -440,  Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailpresse(at)bund.net