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Experten "modellieren" den Weg des geringsten Widerstandes für waldgebundene Tierarten
Interaktiver Wildkatzenwegeplan
Im INTERAKTIVEN WILDKATZENWEGEPLAN können die Wanderwege der Wildkatze sowie die Projekte des Rettungsnetz Wildkatze nachverfolgt werden.

Kartierung

Der Wildkatzenwegeplan

Hier arbeiten Biologen und Planer an einem länderübergreifenden Biotopverbundkonzept - dem Wildkatzenwegeplan.

Der Wegeplan dient als Grundlage, um Vernetzungsprojekte in Abstimmung mit Behörden, Landnutzern und Verbänden sinnvoll umzusetzen.

Für den Wildkatzenwegeplan tragen Fachleute im Auftrag des BUND fehlende Informationen zur Verbreitung der Wildkatze zusammen. Mit Computerhilfe und Daten der Erdoberfläche modellieren Experten den Weg des geringsten Widerstandes  für waldgebundene Tierarten. Untersuchungen von Freilandforschern, die Wildtiere besendern und orten können, helfen, diese "Korridormodelle" zu verbessern.

Im September 2007 wurde der seit 2004 zunächst für Bayern, Hessen (www.bund-hessen.de) und Thüringen von U.Müller/ Büro GEOPS entwickelte Wildkatzenwegeplan auf das gesamte Gebiet Deutschlands erweitert. Diese Aufgabe übernahm die Biologin Nina Klar im Auftrag des BUND.

Einbezogen wurde dabei auch ein neues, von Nina Klar am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig - Halle entwickeltes "Habitatmodell Wildkatze" sowie der aktuelle Kenntnisstand der Verbreitungssituation der Wildkatze und die bekannten Vorkommen von Felis silvestris in den Nachbarländern. Der bundesweite "Wildkatzenwegeplan" wurde als Fachplanung für den länderübergreifenden Verbund von Waldlebensräumen Ende September 2007 an den Vorsitzenden der Umweltministerkonferenz der Länder, den nordrhein-westfälischen Umweltminister Eckhard Uhlenberg übergeben.

Der Wildkatzenwegeplan als Karte zum Download im pdf - Format

Begleittext zum Wildkatzenwegeplan

Auf unserer interaktiven Internetkarte können sie den Verlauf der Korridore in der Landschaft betrachten.
Dazu eine Anmerkung: wie das Beispiel der Umsetzung des Korridors "Hainich  - Thüringer Wald" gezeigt hat, kann ein Vernetzungskorridor je nach den örtlichen Gegebenheiten mehrere hundert Meter vom gezeigten Modell abweichen und ist nur in Übereinkunft mit allen Betroffenen realisierbar  - niemand muss also befürchten, dass ein grüner Korridor durch seinen Vorgarten geplant wird.

Weitere Informationen auch unter www.bund.net/wildkatze